LICHTRAUM PETRI

Das Projekt

Von der Idee zum Großprojekt:
Kirche als Erlebnisraum für immersive Kunst

Wie so oft, startete auch der LichtRaum Petri mit einem „Aha!“-Moment: Projektkoordinator und Pfarrer Bodo Ries besuchte in Amsterdam eine immersive Ausstellung. Dort wurde ihm bewusst, welches Potenzial in dieser Kunstform steckt: „Hunderte Menschen standen fasziniert vor den Bildern und kamen plötzlich auch über biblische Geschichten ins Gespräch. Da dachte ich: Genau das brauchen wir auch. Einen Ort, an dem Kunst berührt, Menschen miteinander verbindet und die großen Fragen des Lebens neu ins Gespräch bringt.“

Und dieser Ort ist nun die Petri-Kirche in Herford. Denn über Jahrhunderte hinweg waren Kirchen immer Orte, an denen Kunst, Musik, Architektur und Glaube zusammenkamen. Warum also nicht neu und „state of the art“ daran anknüpfen?

LichtRaum Petri: Herausforderung XXL

Die Projektidee wuchs und nahm Formen an, immer mehr Menschen in und außerhalb der Petri-Gemeinde ließen sich davon begeistern. Denn am Anfang stand – neben den besonderen technischen, statischen, architektonischen, musikalischen und organisatorischen Herausforderungen – eine gewaltige Zahl: Über 800.000 Euro mussten beschafft werden. Und etliche Helferinnen und Helfer für die Vorbereitung, Umsetzung und Durchführung der ersten Ausstellung „Michelangelo IMMERSIV.“

Vieles von dem, was den LichtRaum Petri möglich macht, wird in den Shows und Veranstaltungen kaum zu sehen sein:

  • erfahrene Architekt:innen haben an den Planungen gearbeitet und alle notwendigen Schritte mit der Denkmalpflege abgestimmt.
  • Elektriker, die die Petrikirche gut kennen und ein Herz für diesen besonderen Ort haben, fanden Lösungen für Stromversorgung, Leitungswege und Steuerung.
  • Tontechniker:innen stellten Lautsprecher, Endstufen und Software so zusammen, dass bei aller Kraft der Bilder der gute Ton nicht auf der Strecke bleibt.
  • Fachleute planten Projektionsflächen, Verdunklung, Sicherheit und Brandschutz.

Und immer wieder mussten technische Wünsche, künstlerische Vorstellungen, denkmalrechtliche Vorgaben und finanzielle Möglichkeiten miteinander in Einklang gebracht werden.

Vor allem aber brauchte und braucht es viele Menschen, die an diese Idee glauben. So wird der LichtRaum Petri von einem großen Kreis aus Ehrenamtlichen, Fachleuten, Unterstützerinnen und Unterstützern getragen. Und eine Gemeinde, die Veränderungen zulässt, Fragen aushält und darauf vertraut, dass aus all den Plänen, Kabeln, Zeichnungen, Sitzungen und Proben etwas Besonderes entstehen kann. Auch Bund, Kirche, Unternehmen, Stiftungen sowie zahlreiche private Unterstützerinnen und Unterstützer haben gemeinsam daran gearbeitet, dass diese Vision Wirklichkeit wird.

Darum LichtRaum Petri
Der LichtRaum Petri möchte Menschen berühren – unabhängig davon, ob sie regelmäßig eine Kirche besuchen, zum ersten Mal seit Jahren oder überhaupt einen Kirchenraum betreten. Die erste Ausstellung versteht sich weder als klassisches Museum noch als Gottesdienst. Sie ist eine Einladung, Kunst neu zu entdecken, Michelangelo zu begegnen und sich mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.

LichtRaum Petri: Neuer Kulturort in Herford
LichtRaum Petri ist kein einmaliges Projekt: Nach der Michelangelo-Ausstellung sollen weitere immersive Produktionen, Konzerte und kulturelle Formate folgen. So entsteht mitten in Herford ein Ort, an dem Kunst, Musik, Technologie und Spiritualität auf besondere Weise zusammenfinden. Und natürlich die Menschen.

Die Petrikirche wird zu einer Plattform für:

  • immersive Kunst
  • Musik und Raumklang
  • kulturelle Bildung
  • spirituelle Erfahrungsräume
  • gesellschaftlichen Dialog